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Ein XML-Dokument heißt wohlgeformt, wenn die Syntax des Dokuments der XML 1.0
Recommendation entspricht. D.h., dass die Attributwerte immer in Anführungszeichen stehen
müssen, ein Tag immer geschlossen werden muss und das die Elemente im XML Dokument eine
Baumstruktur bilden müssen. Letzteres bedeutet, dass es ein ausgezeichnetes Element
(Wurzelelement) gibt, welches alle anderen Elemente einschließt und das jedes Element genau ein
Vaterelement besitzt. Der Baum zum obigen Beispiel sieht wie folgt aus, wobei aus Gründen der
Übersicht nur ein Ausschnitt des Baumes dargestellt wird:
item
jahr
titel
autor
autor
autor
bib
typ
Data on
the web
1999
Abiteboul
Buneman
Suciu
1-55860-622-X
Buch
id
item
item
Element
Root-Element
Attribut
Wert
1.2.2 Namensräume
Wie bereits beschrieben soll XML den unkomplizierten Datenaustausch ermöglichen. Da in XML
jedoch alle Elementnamen frei wählbar sind, können Konflikte bei der Verarbeitung verschiedener
Dokumente mit gleichen Elementnamen entstehen. Deswegen wurde das Konzept der Namensräume
(namespaces) für XML entwickelt. Es ist vergleichbar mit dem Konzept der Pakete in Java.
Da Namensräume für die folgenden Anwendungen nicht relevant sind, wird auf die Syntax-
beschreibung hier verzichtet und auf die entsprechende Spezifikation1 verwiesen.
1.2.3 DTD
Eine DTD (Dokument Type Deklaration) beschreibt die semantische Struktur eines XML-Dokuments.
Sie beinhaltet eine Folge von Deklarationen. Besitzt ein XML-Dokument eine DTD und entspricht der
Aufbau des Dokuments der Vorgabe in der DTD, so nennt man es gültig. Ist ein Dokument gültig, so
setzt es voraus, dass es wohlgeformt ist. In der Beispieldatei bib.xml wurde bereits eine DTD
(bib.dtd) benutzt. Sie hat folgenden Aufbau:
<!ELEMENT bib (item)*>
<!ELEMENT item (titel, (autor)*, redakteur, jahr)>
<!ATTLIST item typ CDATA #REQUIRED
id CDATA #IMPLIED>
<!ELEMENT titel (#PCDATA)>
<!ELEMENT autor (#PCDATA)>
<!ELEMENT redakteur (#PCDATA)>
<!ELEMENT jahr (#PCDATA)>
4
1
http://www.w3.org/TR/1999/REC-xml-names-19990114/
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